Ja, man könnte sagen ich bin schon etwas in der Welt herumgekommen, aber das hier ist schon anders. So muss sich auch der Japaner bei seiner Europareise fühlen - alleine kommt er nich klar. Zumindest was die Sprache angeht. Man kann nichts lesen, nichts verstehen, ganz zu schweigen von artikulieren. Zudem ist alles voller Asiaten! omfg! Immerhin stehen an den Haltestellen (U-Bahn & Bus) auch die Namen in lateinischen Buchstaben, aber die Buslinien zum heimkommen sollte man im Kopp haben - die Busfahrpläne sind nämlich chinesisch-only. Und angesichts der oooover 9000 Schriftzeichen ist es illusorisch, sich da was zu merken zu versuchen. (Angeblich braucht man knapp 2.000 Schriftzeichen um 98% eines modernen Textes lesen zu können.)
Nun die Zusammenfassung der letzten Tage:
Angekommen. Beim Stammchinese Essen gegangen. Kurz beim Stamm-Einkaufsladen vorbeigegangen. War mir alles a bissi zuviel, war dann doch recht geschlaucht vom Flug.
Tag 2: Mit Bus & U-Bahn gefahren. Yeah. Qianmen, Dazalaan, Liuilichang, Hutongs, über Tian’anmen nach Wangfujing. Mit S-Bahn zur Massage. (Die Stunde lang kneten war weniger schmerzhaft als erwartet.) Abends bin ich dann alleine durch die Hutongs, sozusagen die chinesichen Slums, gestromert. I like!
Tag 3: Exkursion mit der Tante nach Xiang Shan, dem Duftberg, der Fahrer der Familie hat uns hingebracht. Anstrengende Wanderung auf den Gipfel. Anlagen mit blumigen Namen wie Tempel der Azurblauen Wolke, Garten der Wohltuenden Stille, Tempel der Einsicht, Pavillon der Selbstprüfun, Jadeblumen-Bergvilla.
Nachmittags durch die 798 Art Zone, das Künstler- und Gallerien-Viertel in alten Industrieanlagen. Sehr geil!
Die berühmten Jiaozi (Chinesiche Maultaschen) gegessen, dann für 4 Euro zum Frisör.
Tag 4: Stadtplanungsmuseum mit krassen Stadt- und Gebäudemodellen, der eklige Shopping-Komplex Silk Street. Nickerchen daheim, die Couchsurfing-Bekanntschaft Tobias treffen, zusammen zum veganen Spachteln, abends Konzert im Studentenviertel Wudaoku, Punkclub D-22. Konzi & Location waren etwas enttäuschend - die Szene entwickelt sich eben erst. Schade.
Tag 5 (heute, Samstag): Schlafen bis 13Uhr, chillen und so. Blog updaten.

Hauseingang in einem Hutong. Diese alten Wohnbezirke werden zusehends aus dem Stadtbild getilgt. (Stichwort Getrifizierung. Extrem hier in Peking.)

Tian’anmen-Platz, der größte Platz der Welt. Fand ihn überraschend klein. Im Hintergrund der Eingang zur Verbotenen Stadt.

Donghuamen Nachtmarkt: Sinnloser Scheiß haufenweise. Nebenan gab’s Spießchen mit Skorpionen (haben noch gezappelt - pervers!), Tausendfüßlern, Eidechsen, Seepferdchen, Seesterne. Das Zeug isst aber keiner, ist inbesondere als Fotomotiv da.

Straße durch einen Hutong.

Chinesen stehen auf Öl! “Zu schade dass man Öl nicht ficken kann.”

Linkes Gebäude, 31. Stock, linkes Fenster: mein Zimmerchen.

Essen fassen in der direkten Nachbarschaft.

Auf dem Gipfel des duftenden Bergs.

798, Kunstbezirk.

Optimus Prime, aus Autoteilen, yeah! (War wohl Teil einer Werbeveranstaltung, GQ oder son Scheiß.)

Klößchen/Maultaschen, wird in Essig/Sojasoße geditscht, dazu dann rohe Knoblauchzehen eingeworfen.